Freddy Ruppert siegt über 5000 Meter. Max Torwirth verabschiedet sich mit einer Bronzemedaille. Ebenso Bronze ging an Lisa Merkel. Zweimal persönliche Bestleistung durch Antonia Schiel und Luisa Herrforth.

Wattenscheid. Die LAV erlebte ein erfolgreiches Meisterschaftswochenende. Ein deutscher Meistertitel, zweimal Bronze und fünf weitere LAV-Athleten qualifizierten sich für das Finale.

5000 Meter der Männer

Es war ein spannendes, ein packendes Rennen. Florian Bremm und Freddy Ruppert, die beiden Sub 13 Minuten Läufer trafen dort aufeinander. Ein Rennen, das sehr langsam begann und erste auf den letzten zwei Runden so richtig Fahrt aufnahm. Wer würde die Initiative übernehmen und könnte dann der andere kontern. Und irgendwie funkte dann immer wieder Max Thorwirth dazwischen. Sogar noch auf den letzten 200 Meter versuchte der LAV-Läufer eine Attacke zu setzen. Natürlich waren Bremm und Ruppert einfach zu stark. Aber beeindruckend war es doch zu sehen, dass sich Max in seiner letzten deutschen Meisterschaft so teuer wie möglich verkaufen wollte. Was ihm mit dem 3. Platz gelang. Der zweite LAV-Läufer wählte eine von ihm selten gezeigte Taktik. Er beschränkte sich auf die letzten 100 Meter. Und das tat er so überzeugend, dass man sich als Zuschauer fragte, wer will diesen Kerl im Spurt schlagen? Überlegen gewann er die Meisterschaft über 5000 Mieter mit einer überzeugenden 54 Schlussrunde vor Florian Bremm. Die Endzeit von 14:08 Minuten spielte bei diesem Taktikkrimi keine Rolle.

5000 Meter der Frauen

Lisa Merkel wählte eine andere Taktik. 2000 Meter vor Schluss ging sie an die Spitze. Konnte sich aber nicht von Vanessa Mikitenko und Elena Burgard absetzen. Und so kam es wie es kommen musste. Nach fünf Runden Führungsarbeit zogen die beiden an der LAV-Läuferin vorbei und Mikitenko gewann überzeugend im Spurt vor Elena Burgard und Lisa Merkel. Auch in diesem Rennen spielten die Zeiten am Ende keine Rolle mehr. Es wurde einfach zu lange abgewartet. Doch für Lisa war die Bronzemedaille der Lohn einer konstanten Saison mit dem Höhepunkt EM Birmingham, die in zwei Wochen beginnt. Eva Dieterich ließ das Spitzentrio vorneweg laufen und hielt sich mit einem gewissen Abstand in der zweiten Gruppe. Doch auf im späteren Verlauf, als die Durchgangszeiten der Spitze langsamer wurden, konnte sie die Lücke nicht schließen. So kam sie in 15:55 Minten ins Ziel, was Platz 6 bedeutet. Besser dagegen schlug sich Antonia Schiel. Mit neuer persönlicher Bestleistung in 16:00 Minuten kam sie unter die Top 10 des Frauenfeldes und landetet auf Platz 9.

1500 Meter der Frauen

Hanna Klein kam über 1500 Meter in einem taktisch langsamen Rennen auf einen starken 5. Platz.  Man merkte der Halleneuropameisterin über 3000 Meter aus 2023 an, dass sie wenig Wettkampfpraxis hatte. Vorneweg zog Yolanda Kalabis mit einem energischen Spurt allen anderen Damen davon, Hanna sah noch einige Lücken, die sie auf den letzten 100 Meter wunderbar zu laufen konnte. So wurde es Platz 5 mit einer Zeit von 4:25,43 Minuten.

Laura Wilhelm streifte ihre persönliche Bestleistung nur um wenige zehntel Sekunden. Doch auch das reicht am Ende leider nicht zur Qualifikation für das Finale.

1500 Meter der Männer

Über 1500 Meter der Männer überzeugte Max Dieterich auf ganzer Linie. Das Rennen wurde von Marc Tortell und Robert Farken eher schnell gehalten. Für den LAV-Läufer erneute eine gute Möglichkeit mit dem Zug einfach mitzugehen, was ihm gelang. Heraus kam eine hervorragender 6. Platz mit einer Zeit von 3:43,54 Minuten.

3000 Meter Hindernis der Frauen

Adia Budde lief lange in der Spitzengruppe mit. Lea Mayer, Gesa Krause und Olivia Gürth bestimmten das Tempo. Auch Adia lief selbstbewusst immer wieder and er Spitze des Feldes. Als Lea Meyer dann aber das Tempo anzog, konnte sie aber wenig dagegensetzten. Die Favoritinnen machten den Titel unter sich auch. Adia kam auf einen überragenden 4. Platz in 9:43,41 Minuten.

400 Meter der Frauen

Luisa Herrfurth lief über 400 Meter einen überragenden Vorlauf. Mit neuer persönlicher Bestleistung in 53,52 Sekunden, konnte sie sich als achte ins Finale qualifizieren. Dort erkämpfte sie sich in 53,99 Sekunden einen hervorragenden 7. Platz.

200 Meter der Frauen

Auch Daria Peter sprintete über 200 Meter auch ins Finale. Dort lief sie mit 23:68 Sekunden auf Platz 8. Im Vorjahr war die Teilnahme am Finale über 200 Meter noch eine Überraschung. In diesem Jahr war es die Bestätigung an der Sprintspitze in Deutschland angekommen zu sein.